...mein eigen durfte ich nennen, so einige zonen, in denen mir das pralle leben in die hände sprang. nun muß ich bewußt nachfassen, um diese körperhaltegriffe (manche nennen sie auch "rettungsringe") zu ergreifen. keine ahnung mit welchem "lebenskampf-gewicht" ich gestartet bin, es ist nicht wichtig.
für mich erstaunlich ist, dass ich immer noch dabei bin und dass ohne jedweden druck oder ein "müssen". es ist die blanke neugierde, was da wohl passieren mag, wenn ich es so mache, wie ich es mache und ob das auch wirklich geht, dieses grünzeug & co. zu essen.
das experiment ist zu einer entdeckungsreise geworden und jeden morgen, freue ich mich aufs neue auf das geräusch meines mixers und auf das was er mir da miteinander "verbunden" hat.
das schöne daran ist, ich habe zwar einen plan aber keinen detaillierten. der rahmen ist klar und dazwischen ist spielfeld!
die größte investitionen waren nuß- und mandelmus mit ca. 30 EUR und nüsse mit ca. 20 EUR. sie gehen jetzt zur neige und ich brauche nachschub. native öle hatte ich im vorrat. gemüse, obst, tofu und beilagen kommen ca. auf 60 EUR. alles im allen hat sich meine befürchtung nicht bestädigt, dass "es" mir die haare vom kopf frißt... ich würde sagen, dass ist der machbare einsatz an zutaten, nach oben ist die skala natürlich offen.
wie ich gestern schon geschrieben habe, fehlen mir im moment jegliche gelüste auf die sonst lieb gewordenen genuß-füllkörper, d.h., ich muß es mir nicht vergneifen bzw. dagegen ankämpfen.
von anfang an stand für mich fest, dass ich zu genußtagen bereit bin, sprich, wenn ich eingeladen bin, dann nicht darauf zu bestehen: ich esse jetzt vegan und tut mir leid, dass kann ich nicht essen!
ich schaue was geht, denn es ist meine sache, der andere "kann ja nichts dafür", für meine vorliebe.
essen und essgewohnheiten sind eine sehr soziale und emotionale angelegenheit. ein gutes maß an akzeptanz, tolleranz und mitmenschlichkeit sind (wären) dabei eine gute basis.
so habe ich natürlich, eine einladung zum mittagessen erhalten (mein experiment war nicht bekannt) - mit viel geschick und liebe selbst gekocht. es gab rehfilet mit sellerie-kartoffelbrei und rotkohl.
ich stand nun vor der entscheidung, eine ausrede zu haben um nicht hinzugehen, das gericht abzulehnen, etwas selbst mitzubringen oder es freudig anzunehmen.
das letztere war es und es ist sehr leicht gefallen, als ich die begeisterung und freude sah, mit der dieses mahl zubereitet worden war. es hat fantastisch geschmeckt.
das essen ist mir sehr gut bekommen, ich habe es mit appetit und genuß gegessen. am tisch herrschte eine angenehme und wohltuende stimmung.
natürlich war ich gespannt, wie es sich "einfügen" wird.
ich vermute, dass der rotkohl, der sehr gut schmeckte, mit der johannisbeerkonfitüre (zucker) "stress" machte...
trotzdem, ich habe es nicht bereut. essen (zuzubereiten) hat etwas mit liebe zu tun, zu anderen und zu sich selbst...
die nächste "prüfung" steht schon an. morgen geht es auf den fichtelberg mit halbpension... jippi! als die buchung stattfand war ich noch "normal"....
| danke! |
